Das Fernweh hat uns wieder gepackt, und wir waren auf der Suche nach einem großen Abenteuer. Diesmal sollte es wirklich weit weg gehen und etwas exotischer werden. Wir kamen recht schnell zu der Meinung das es Asien sein musste. Also auf nach Bangkok.

Schlafen kannst du morgen – Willkommen in Bangkok

Nach 12 Stunden Flug, kurzem Stop in Dubai und überraschend gutem Essen bei Emirates, gehört die Stadt nun uns. 4 Tage lang heißt es, eintauchen, verloren gehen, Gerüche und Geräusche in sich aufnehmen und sich treiben lassen. Bangkok ist die perfekte Stadt dafür.

Als wir ankommen, finden wir uns recht schnell zurecht und fahren mit dem Taxi in unser Hotel, dem Lebua State Tower – bekannt aus Hangover – wo wir im 57. Stock einen atemberaubenden Ausblick direkt vom Bett aus genießen können. Eigentlich dachten wir, dass wir sofort einschlafen und erst am nächsten Tag unsere Pläne durchziehen würden, aber unsere Vorfreude und Neugierde war so groß, dass wir sofort los gelaufen sind um keine Minute zu verschenken.

Wasser für die Wassergeister

Wasser für die Wassergeister

Etwas frische Luft schnappen

Etwas frische Luft schnappen

Alles neu alles anders

Die Eindrücke beginnen sofort auf uns einzutrommeln und schreien uns aus allen Winkeln an – nichts ist wie zu Hause und das ist großartig. Tuk-Tuks, Tempel, Kabel, welche die Straßen verdunkeln und kreuz und quer von Haus zu Haus baumeln. Ein Wahnsinn, es ist heiß, es ist laut, aber es ist verdammt geil hier zu sein. Egal wohin die Augen zielen, sie entdecken in jedem Winkel etwas aufregendes. Man möchte diese Situationen einfrieren und sich in ihnen bewegen wie in einer Szene aus Matrix. Doch alles rast an einem vorbei – ein Mann bahnt sich mit seinem fahrenden Essens-Stand seinen Weg durch die Menge mit Hilfe einer selbstgebauten Tröte. Ein anderer verkauft Lotterielose, neben ihm ein Mönch im roten Gewand und ein TukTuk-Fahrer, der gerade einen Streit mit einem seiner Fahrgäste austrägt. Alles untermalt von diesem merkwürdigen Geruch, der nicht stört, aber auffällig ist.

Wir besuchen das Siam Paragon Center, ein Shoppingcenter – ich hasse Shoppingcenter – und lassen uns darin kurz schockgefrieren. Der Skytrain in Bangkok ist kalt, aber das Siam Center scheint die Coolness erfunden zu haben, denn hier ist es so kalt, dass man sich wünscht eine Winterjacke mitgenommen zu haben. Also nix wie raus und wieder in die wärmenden Hände der Stadt.

Platz da - heiß und fettig

Platz da – heiß und fettig

Der Elektriker freut sich

Der Elektriker freut sich

Tempel, Tempel, Tempel

Nachdem wir zu Hause schon jede Route und jeden Weg so genau geplant haben, als würden wir den Einmarsch nach Thailand proben, ist es für uns recht leicht mit den verschiedenen Booten an unsere Ziele zu gelangen. Die Boote haben hier keine Nummern, sondern unterschiedliche Flaggenfarben, die die Route symbolisieren sollen. Dies soll vor allem Ausländern und einheimischen Analphabeten helfen sich zurecht zu finden. Woher diese allerdings wissen sollen welche Farbe was bedeutet? Wir waren jedenfalls froh, dieses Puzzlespiel schon vorher gelöst zu haben und kamen entspannt am Wat Pho an. Dem wohl bekanntesten Tempel in Thailand. Der liegende Buddha ist hier zu Hause und muss sich tagtäglich von Touristen in seinem Schlafzimmer nerven lassen. Unzählige Mosaike und Pagoden überfluten das Auge. Beeindruckend ist auch der goldene Buddha in einem der Gebetshallen. Touristen aus allen Ländern werden von ihren Reiseleitern durch die Anlage gescheucht und haben keine Zeit für eines DER Highlights. Ein Besuch in der Massageschule des Wat Pho, wo Santa sich ordentlich die Füße durchkneten lässt und ich froh bin, dass ich keine der hinter mir stattfindenden Thai-Massagen ertragen muss, bei denen eine Frau zu einem Kreis geformt wird und es dann ordentlich knackt.

Wassertaxi

Wassertaxi

Liegender Buddha im Wat Pho

Liegender Buddha im Wat Pho

Mönch und Touristen am Pier

Mönch und Touristen am Pier

Wat Arun

Wat Arun

Chinatown und das Straßenessen

Wir machen anschließend einen Abstecher nach Chinatown, wo alles noch eine Spur verrückter scheint. Unzählige Essensstände versperren den Weg und scheinen zu rufen „iss mich, iss mich“ überall wird mit großen Chinesischen Buchstaben Gold und Vogelnest-Suppe angepriesen. Ich schaffe es Santa davon zu überzeugen hier und jetzt etwas zu essen, um endlich das berühmte Streetfood Bangkoks zu testen. Was soll ich sagen, Plastikstühle und ein gefliester Raum, die gehobene Form des Streetfoods, aber immerhin. Für 1,50 € bekommen wir jeder einen Teller mit frischem Gemüse und lecker gebratenem Fleisch – köstlich und wahnsinnig intensiv im Geschmack. Erstes Streetfood war ein voller Erfolg, und es sollte auch später noch so bleiben. Wenn ihr die Chance habt, probiert es, immer und immer wieder. Gepackt von der Neugier und dem positiven Geschmackserlebnis, musste ich direkt den nächsten Stand aufsuchen und die berühmte Durian (auch bekannt als Kotzfrucht) probieren. Ein einheimischer Bauer, der diese Früchte selbst anbaut und pflückt läd mich ein, mit ihm zu essen. Ich hatte erwartet das die Durian stinkt und völlig ekelhaft schmeckt, aber genau das Gegenteil war der Fall. Entweder man hasst sie oder man liebt sie. Ich bleibe dennoch neutral und überlasse es euch hier ein Urteil zu fällen.

Chinatown in Bangkok

Chinatown in Bangkok

Markt in Bangkok

Markt in Bangkok

ChinaTown

ChinaTown

ChinaTown

ChinaTown

Die berühmt berüchtigte Durian

Die berühmt berüchtigte Durian

Khao San Road

Die kennt jeder und hier tobt das Backpacker Leben – wir waren allerdings auf der Paralellstraße und dachten die ganze Zeit, wie gechillt und friedlich es hier eigentlich ist, und wie übertrieben die Berichte immer gewesen sind über diese Straße. Wir sitzen Melonensaft schlürfend in einem Straßen-Cafe und genießen die Musik, gutes Essen und das Leben um uns herum. Nichts zu spüren von der wilden Straße auf der man Insekten und billiges Fleisch angeboten bekommt. Als wir später erfahren, dass wir knapp vorbei gelaufen sind, waren wir eigentlich recht glücklich darüber.

Tattoo gefällig?

Tattoo gefällig?

Wenn du Nachts Hunger hast

Geh auf die Straße und iss´ was, nichts ist einfacher als in Bangkok satt zu werden. Außerdem hatten wir noch eine Mission zu erfüllen – TukTuk fahren durch die Nacht. Gesagt getan, wir nehmen das erst Beste TukTuk-Geschoss das uns begegnet, handeln einen typischen Touristen-Preis aus und wissen, dass wir gerade zu viel bezahlt haben. Wir schießen durch die Straße, vorbei an anderen verrückten Fahrern die alle um die Wette rasen um die ersten in der Hölle zu sein. Stopplichter blinken blau und rot in unser Gesicht und wir sind an unserem Ziel angekommen, dem FUJI Restaurant. Ok ok es ist eigentlich eine Art Fastfoodkette, aber es ist so verdammt lecker da, dass ich es euch nur empfehlen kann, wo immer ihr ein Fuji seht, geht rein!

Am Abend wollten wir noch einmal die berühmte Bar des Lebua begutachten und können hier nur abraten. Hier ist es teuer, voll und laut. Fotos sind verboten und man drängelt sich mit zu vielen Menschen auf zu kleinem Raum. Fahrt ein paar Etagen tiefer in die 52. Ocean Bar. Hier waren wir fast alleine, haben einen sehr netten Barkeeper getroffen, der uns gut unterhalten hat und wo wir in aller Ruhe die Aussicht über die Stadt der Engel genießen konnten, bevor es am nächsten Morgen auf zum Flughafen und Richtung Krabi ging,

TukTuk in Bangkok

TukTuk in Bangkok

Lecker essen im Fuji

Lecker essen im Fuji

Lebua State Tower

Lebua State Tower

SkyBar des Lebua State Tower

SkyBar des Lebua State Tower

Fazit

Wir kommen sicher wieder und werden Bangkok gerne als Sprungbrett nutzen um von hier aus weitere Teile Südost-Asiens zu entdecken. Der Aufenthalt hier war sicherlich einer der Highlights unserer Thailand-Reise, zumindest bis jetzt. Was wir danach erlebt haben, lest ihr in Teil 2.