Das weiße Labyrinth aus Hotels und Restaurants – Santorini. Hierher werden Hochzeitsreisen gemacht und mit großem Staunen auf beeindruckende Sonnenaufgänge geschaut. Auf einem der kleinsten Flughäfen auf unseren bisherigen Reisen angekommen werden wir nicht nur von der Sonne sondern auch von unserem Fahrer freundlich empfangen.

Reise-Tipp: Es fährt auch ein Bus in die Innenstadt von Fira, von wo aus man in alle anderen Teile der Insel kommt. Dieser kostet nur 1.80 pro Person und fährt stündlich. Wenn du nicht so lange warten willst oder es eilig hast die sagenhafte Aussicht zu genießen, kannst du dir natürlich auch ein Taxi nehmen – diese werden hier pro Person abgerechnet und kosten ca. 20 Euro/Person vom Flughafen bis nach Fira. Viele Hotels bieten aber einen etwas günstigeren Shuttelservice an – informiere dich hier unbedingt ob dies in deinem Hotel auch so ist.

Viele Hotels liegen direkt vorne an der sogenannten Caldera, dem Rand des Vulkans – hier sind die Hotels direkt in die Felswand integriert und dementsprechend teuer. Sucht euch ein Hotel in der zweiten Reihe oder ein Stück weiter weg vom Rand wenn ihr es etwas günstiger möchtet. Wir haben im Galatia Villas für 60,- Euro pro Nacht geschlafen und waren kaum in unserem Zimmer – es war also völlig ausreichend für unseren Besuch hier.

Stürmischer Start

Der erste Tag war das komplette Gegenteil von dem, was man sich von Santorini vorstellt wenn man daran denkt. Weiße Häuser, blauer Himmel und eine Sicht übers weite Meer auf die umliegenden Inseln. Es regnete, es war grau und die Inseln waren im Nebel kaum erkennbar. Menschen in Regenjacken und mit Schirmen bewaffnet kamen uns entgegen und waren wenig begeistert.

Doch gerade dieses etwas andere Gesicht der Insel hat seinen besonderen Reiz versprüht. An der Steilwand steigen Wolken empor und der Wind pfeift durch die Feigenbäume. Wir laufen an diesem Tag von Fira in Richtung Oia im Norden und stellen schnell fest, das dieser kleine Felsen doch etwas größer ist als man denkt. Wir schlängeln uns durch die Straßen vorbei an den typisch weißen Gebäuden.


Der Tanz auf dem Vulkan

Die Bewohner von Santorini haben früher in Höhlen gelebt bis ein Erdbeben alles zerstört hat. Der Wiederaufbau lief irgendwie mit dem Hintergedanken ab hier ein Zentrum für reiche Touristen entstehen zu lassen. Gut gelungen kann man nur sagen. Chinesen, Japaner und Amerikaner werden regelmäßig von großen Kreuzfahrtschiffen ausgespuckt und auf das kleine Archipel losgelassen. Nach wenigen Stunden verschwinden diese wieder und werden von anderen abgelöst.

Am zweiten Tag strahlt die Sonne und die Häuser zeigen sich im typisch weißen Licht. Ein surrealer Anblick – eine steile Klippe und überall blaue Pools die aussehen als würden sie vom Hang rutschen wollen. Wir nehmen den Bus nach OIA (1,80 Euro) und laufen hier durch die engen Gassen – vorbei an den berühmten Kirchenkuppeln mit den blauen Dächern – ein Motiv das auf vielen Postkarten zu finden ist.

Roter Strand und lange Wege

Am dritten Tag zieht es uns in den Süden nach „Akrotiri“ – wieder mit dem Bus und wieder für günstige 1,80 Euro pro Person. Hier wartet der RED BEACH auf uns – eine Felsformation die aus rotem Gestein besteht, das steil aus dem Wasser ragt. In den Fels sind Türen eingebaut, die wohl früher zu kleinen Shops gehörten, welche mittlerweile verlassen sind. Eine ganze Küche ist hier direkt am Strand in die Wand gearbeitet und diente damals wohl dazu die Strandbesucher zu bekochen.

Wir erkunden den Süden komplett zu Fuß und laufen einmal quer über die Felskanten auf die andere Seite zu einem verlassenen Strand namens Kambia. Hier gibt es zwar eine Art Strandbar, aber leider kaum Kunden. Beim Rückweg haben wir dann wieder einmal etwas unterschätzt wie groß eine kleine Insel sein kann. Wir sind komplett allein und begegnen nur ein paar Ziegen und Pferden. Nach ein paar Stunden erreichen wir eine alte Venezianische Burg von der aus wir eine tolle Aussicht haben und erkennen können wohin wir laufen müssen.

I´m on a Boat

Einen Tag später haben wir eine Schiffstour zum gegenüberliegenden Vulkan unternommen und sind auch auf diesen rauf gestiefelt. Bei den heißen Quellen durfte man dann vom Schiff ins Meer springen, was aber nur die ganz hart gesottenen spannend fanden, während der Rest mit Gänsehaut an Bord zurück blieb. Ein kurzer Stopp auf Thirasia und wir sind wieder zurück am Hafen – dort entscheiden wir uns dazu den „Eselweg“ hochzulaufen. Tut das auch mal – aber vielleicht nicht unbedingt wenn ihr danach noch schick essen gehen wollt. Hier riecht es naturbedingt etwas natürlich. Esel werden hier genutzt um Touristen vom Hafen an den Klippenrand nach oben zu tragen. Passt auf eure Füße auf und sucht euch lieber Deckung wenn eine Eselherde auf euch zu kommt.

 

Wir genießen den letzten Abend in einem kleinen Restaurant am Rand der Caldera und stoßen auf Santas Geburtstag an. Die Sonne geht unter und wir führen noch lustige Gespräche mit einem Paar aus England.

Auf jeden Fall ist Santorini eine Reise wert – aber wir denken 3 bis 4 Tage reichen hier völlig aus, alles einmal gesehen zu haben. Die Insel ist voll mit Quad- und Motorroller Vermietungen, so das ihr auch ohne viel Lauferei an die schönen Orte kommen könnt.

Viel Spaß hier!