Der Status des kleinstes Staates der Welt gehört mit 0,44 Quadratkilometern dem Vatikan mit seiner Peterskirche. Die beste Besuchszeit ist im Frühling oder im Herbst. Im Sommer muss man damit rechnen, dass man sich nicht zu freizügig anziehen darf, wenn man in den Petersdom will. Im Frühling ist alles noch sehr schön grün und die Besucherzahlen sind nicht so hoch wie im Sommer.

Wir sind von Stadtteil Termini mit dem Bus 65 in Richtung der Haltestelle Pizza Pia gestartet. Wie alle anderen Vatikan Besucher wollten wir zuerst den berühmten Petersdom besichtigen. Wir hatten leider den falschen Zeitpunkt ausgesucht und waren genau an Ostern hier. Der Platz war voll mit Menschen, welche gespannt auf Rede des Papstes warteten. Vorm Haupteingang zum Petersdom war eine lange Schlange und eine Mindestwartezeit von 3 Stunden angezeigt. Viele Reiseanbieter haben Touren angeboten und standen nun gemeinsam hier vor der Tür. Doch über einige Händler kann man Express-Tickets kaufen und so an der Schlange vorbei in den Dom hineingehen. Man bekommt dann einen anderen Eingang der sich auf der Rückseite befindet. Falls Ihr auch vorhabt den Dom zu besuchen, dann scheut euch nicht davor diese paar Euro zu zahlen und nutzt die Zeit lieber um euch im Dom umzuschauen als vor ihm zu stehen. Auch wir waren zuerst skeptisch, haben es aber letztendlich nicht bereut, wir hatten eine deutschsprachige Führung und kamen in Räume, die sonst gesperrt waren.

Der Petersdom von innen

Mit der deutschen Reisegruppe sind wir durch viele Sicherheitskontrollen und haben es endlich geschafft. Da einige aber unbedingt einen Schirm mitbringen mussten, durften wir alle darauf warten, bis jeder seinen Schirm eingeschlossen hat. Dies kostete uns viel Zeit. Jeder bekam seine Kopfhörer in die Hand gedrückt und man konnte so alles gut verstehen und der Reiseführerin folgen. Besucher aus aller Welt liefen an uns vorbei und es ergab sich ein Sprachgewirr, dass nur dank der Kopfhörer noch zu durchdringen war. Es wurden sehr viele interessante Informationen über die einzelnen Gemälde und Bauwerke erzählt. Für die Besichtigung ohne Gruppe sollte man jedenfalls den ganzen Tag einplanen, denn hier kann man sich schnell verlaufen und so vieles entdecken. Die glamourösen goldenen Kirchendecken und Gemälde könnte man sich den ganzen Tag anschauen, um die vielen kleinen Geschichten darauf zu entdecken. Will man den Dom besteigen und in die Kuppel klettern, muss man noch einmal anstehen und erneut Geld bezahlen. Wir waren so voll mit Eindrücken, dass wir uns diesen Ausflug gespart haben.

Peterskirche

Peterskirche

 

Sixtinische Kapelle

Sicherlich einer der Höhepunkte des Besuchs, ist der kurze Aufenthalt in der Sixtinisches Kapelle. Das Deckengemälde ist atemberaubend schön und man staunt vor dieser gewaltigen Farbpracht. Das fotografieren ist hier verboten und auch reden ist nicht erlaubt. Aufpasser am Rand erkennen jeden noch so kleinen Versuch ein Foto zu schießen und fordern die Besucher auf diese Bilder zu löschen. Auch wird alle paar Minuten in den Raum gerufen, dass man doch bitte still sein soll. Nehmt euch am Rand einen Platz und genießt den kurzen Ausblick auf das Gemälde. Ein paar interessante Geschichten zu seiner Entstehung werden erzählt, und schon sind wir wieder draußen.

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